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Die Geschichte vom verzauberten Wald

Auch in einem scheinbar vertrauten Wald kann man auf seltsame, unbekannte Wesen treffen, auf gefährliche Raubtiere, die ahnungslosen Opfern auf der Spur sind - oder sich einfach hoffnungslos im Buschwerk verirren... Der Wald ist ein Ort der Geheimnisse und Rätsel, deshalb hüten sich Feos Bewohner davor, einen Baum zu fällen oder nach Wild zu jagen, wenn es nicht wirklich nötig ist... Jeder Bewohner von Ogrij und Khair weiß, dass man dem Wald nur mit dem höchsten Respekt begegnen sollte, den man auch den darin lebenden Wesen entgegenbringen muss, damit sie einen nicht in die Tiefe locken, aus der es kein Entrinnen mehr gibt...

 

 


Es gibt Orte im Unterholz, in die sich nicht einmal erfahrene Wanderer und Magier trauen, die mit den Herrschern des Waldes in guten Beziehungen leben... In Feo wächst ein Wald, der einst grün und erquickend gewesen ist, heute aber vor furchtbaren Kreaturen und Phänomenen beherrscht wird, die nach Frischfleisch lechzen... Wer hat die jungen Bäume entweiht, wer hat sie mit finsterem Zauber belegt, ihnen erbarmungslose, blutgierige Triebe verpasst? Wie viele andere Plagen dieser Welt, hat auch diese mit einer rachsüchtigen, hinterlistigen Schönheit begonnen, die alle ihre Talente und all ihr Können eingesetzt hat, um Feos Bewohnern Schaden zuzufügen.

 


Einst ist Edera Schülerin eines Druiden gewesen, der große Hoffnungen auf sie setzte und hoffte, sie würde sein Werk irgendwann fortsetzen... Der gute Druide hat Edera viele Geheimnisse des Lebens verraten, ihr beigebracht, Tiere zu heilen und den Gesang der Vögel zu verstehen, führte sie in die Geheimnisse der Waldmagie ein und erzählte ihr von Ritualen, die vertrocknete Bäume beleben und frische Triebe wachsen lassen. Langsam begann Edera zu dämmern, welche Macht sich im Unterholz verbirgt, welche versteckten Kräfte in der Erde schlummern, die nur darauf warten, geweckt zu werden... Völlig umsonst versuchte der Alte auf seine Schülerin einzuwirken, erklärte ihr, dass jedem Sproß zu seiner Zeit gegeben ist zu wachsen und man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen sollte... Doch die Anstrengung war vergebens. In Ederas eitlem Herzen wuchs bereits die Gier nach Macht sowie der Wille, die Kräfte des Waldes zu kontrollieren.

 

Edera



Nachdem sie ihren gutmütigen Lehrer betrogen hatte, begann Edera damit, sich selbstständig mit der dunklen Seite der Magie zu beschäftigen, verbotene Flüche zu lernen und Kontakt zu finsteren Gestalten des Waldes zu suchen... Auf ihren Ruf hin kamen die jähzornigen Wurzelons herbei - im Verlauf der Jahrhunderte verrückt gewordene, mit einem Quentchen Seele versehene Monster; wilde Wald-Werwolfs kamen in Scharen und boten der Zauberin ihre Dienste bis zum letzten Atemzug an... Jedem ihrer Verbündeten erteilte sie bösartige Aufträge, die sich gegen die Einwohner des Kontinents richteten. Indem sie Wurzeln und Triebe verzauberte, trieb sie die Waldgrenze immer näher an die Bauernsiedlungen heran, vermieste die Ernte mit Unkraut, umschlang die Häuser mit Rankpflanzen und zerstörte sie... Als der Druide zu sich kam und mit eigenen Augen sah, was seine ehemalige Schülerin mit ihrer Zauberei anstellt, bekam er einen mächtigen Schrecken und vertrieb Edera aus dem Wald, ungeachtet aller Drohungen und Flüche. Doch es war bereits zu spät: der verzauberte Wald war längst unter die Kontrolle der finsteren Zauberin gefallen und nährte sie mit seiner uralten Macht und seinen lebenspendenden Säften... Edera selbst verlor ihren ursprünglichen Antlitz und verschmolz mit den Waldgeistern... Ihr Körper hat sich stellenweise mit Rinde bedeckt, ihre Haare erinnerten an üppiges Buschwerk... Ihr Gesicht aber blieb liebreizend schön, ebenso wie ihre Stimme, der viele Krieger Vertrauen schenkten und der gemeinen Magierin dabei halfen, ihre finsteren Pläne in die Tat umzusetzen...

 

Holznymphe

 

Die eitle Schönheit musste teuer für den Missbrauch der geheimen Magie bezahlen, vor allem für die Verwendung des schrecklichsten aller Flüche der Druiden - der „Lebenden Peitsche“! Indem sie Taten anhäufte, die den finstersten Winkeln der Seele entsprangen, verwandelte sich Edera in einen bösartigen und gemeinen Waldgeist, der durch unsichtbare Fäden mit dem Walddickicht verstrickt ist... Von da an war sie fest mit dem Schicksal des Waldes verbunden und jeder Baum, der in ihrem Reich gefällt wurde, fügte ihr unsagbaren Schmerz zu... Sie konnte den Verzauberten Wald nie mehr verlassen, denn sobald sie den Wald ohne Schutz gelassen hätte, würde sie in erster Linie sich selbst in größte Gefahr begeben... Die einzige Lösung für Edera, und zugleich die größte Falle für sie, war ein Leben in absoluter Einsamkeit. In dem Wunsch, den Wald vor Holzfällern und Jägern zu schützen, scharte Edera alle ihren bösartigen Helfer um sich und befahl ihnen, sämtliche Pfade zu bewachen und keine unerwünschten Gäste in ihr Reich eindringen zu lassen. In den ersten Jahren ist viel Blut geflossen, die Raubtiere machten Jagd auf verirrte Kinder und die ewig hungrigen Werwolf-Schamanen schleppten massenweise unvorsichtige Pilzsammler in ihre Höhlen... Es wurden Einheiten von Kriegern in den Wald geschickt, die für Frieden sorgen sollten - vergebens... Es reichte aus, einen einzigen Schritt ins Dickicht zu machen, da begannen sich mächtige Schatten zu bewegen - es waren die furchterregenden Skworgs, die den Kriegern Beine machten und sie in die Tiefe des Waldes trieben, wo Mirrous Strahlen kaum mehr ankamen und es immer schwieriger wurde, weiter zu laufen. Dort verendeten die meisten vor Hunger und Erschöpfung, oder wurden zu Opfern der unzähligen Raubtiere... Langsam verstanden selbst die tapfersten Krieger, dass es besser wäre, einen großen Bogen um den Verzauberten Wald zu machen. Die Siedlungen in der Umgebung wurden aufgegeben, und das unbarmherzige Wurzelwerk bahnte sich seinen Weg durch Stein und Holz, immer weiter und weiter.

 

Skworg Werwolf-Schamane

 

Wer weiß, was in der Zukunft geschehen wird und ob Feos Bewohner in der Lage sein werden, den mächtigsten Gegner im Universum zu besiegen - die Natur? Edera, deren Launen wechselhaft wie die einer Naturgewalt sind, denkt sich immer wieder neue, listige Gemeinheiten aus, um ihren Machtbereich auf den ganzen Kontinent auszubreiten und alle ihr nicht ergebenen Lebewesen zu vernichten. Nur derjenige, der furchtlos genug ist, sich ins Herz des Waldes vorzuwagen, wird Edera Höhle ausfindig machen und der Quelle des Bösen ein Garaus machen können, das eine Bedrohung für ganz Feo darstellt. Welche Schätze mögen sich wohl in den Tierhöhlen verstecken, welche Rätsel wirst du auf deinem Weg lösen können? Der Verzauberte Wald hütet seine Geheimnisse und gibt sie nicht so einfach preis... 

 



 

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